WARUM DOKUMENTARISCHE FAMILIENFOTOGRAFIE?
- 11. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Kleine Finger, die in deine Haare greifen. Ein Blick zwischen zwei Sätzen. Das Chaos am Frühstückstisch, Lachen und Toben mit den Kindern. Klebrige Honigbrotküsse. Die Müdigkeit am Nachmittag, dann ein Picknick unter dem alten Apfelbaum, Spielen am Bach. Das Lieblingsbuch noch ein 467. Mal vorlesen. Eine neue Beule auf der Stirn pusten.
Inszenierte Gruppenbilder sind fein. Alle lachen, alle schauen in die Kamera, vielleicht scheint sogar die Sonne. Sollten nicht alle gleichzeitig perfekt gucken, kann man fix die Köpfe bei Photoshop austauschen, fertig. Ein Familienbild, als gerahmtes Geschenk für die Oma, für die nächste Karte zu Weihnachten. Auch ich habe solche Fotografien an der Wand hängen. Blättere ich aber durch die Fotoalben von den letzten Jahren, meiner eigenen Kindheit oder den ganz alten Alben meiner Großeltern, dann bleibt mein Blick nicht an den gestellten Aufnahmen hängen. Es sind die Momentaufnahmen, die mich faszinieren. Die zeigen, wer wir waren, genau in diesem Augenblick. Vielleicht nicht im idealen Winkel, vielleicht verwackelt, noch im Schlafanzug oder völlig verschwitzt nach dem Toben mit den Geschwistern. Aber immer ehrlich, authentisch.
Auch euer Alltag ist voller kleiner Geschichten - unscheinbar, vertraut, flüchtig. Genau hier beginnt die dokumentarische Familienfotografie. Nicht bei steifen Posen, nicht bei Perfektion. Sondern bei den leisen Momenten, die nicht zeigen, wie es sein sollte, sondern wie es ist. Echte Gefühle, echte Erinnerungen. Nicht das Shooting steht im Mittelpunkt, sondern das Leben, euer Leben. Ich begleite euch dabei. Greife nicht ein, sondern beobachte, halte fest, was zwischen euch passiert. Ich mache sichtbar, was jetzt so selbstverständlich für euch ist. Wie sich euer Zuhause anfühlt. Wie eure Nähe aussieht. Wie euer Kind gerade lacht, während es die Wand mit Tomatensoße bemalt. Das große Miteinander, bei dem alle zu sehen sind und nicht immer einer von euch hinter der Kamera steht. Echte Marmeladenglasmomente, die nichts darstellen müssen, sondern einfach sein dürfen. So entstehen Bilder, die beim Betrachten Erinnerungen hervorrufen, die Gefühle des Alltags wiederbringen. Damit ihr später nicht nur wisst, wie ihr ausgesehen habt, sondern vor allem, wie sich euer Leben angefühlt hat. Manchmal werden diese Fotografien erst Jahre später richtig verstanden. Wenn das Kind größer ist, wenn sich etwas verändert hat. Wenn diese vielen kleinen Augenblicke eben nicht mehr selbstverständlich sind. Wenn man innehält und denkt: Ja. So war das. Und vielleicht ist genau das der größte Wert von dokumentarischer Familienfotografie. Für euch selbst und eure Kinder: Eine Konservierung für die ganze Familie.
Ich freue mich auf euch und eure Geschichten!
























































































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